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360° Tour durch den Bochumer Bruch

Reptilien und Amphibien


Die Sohle des Bochumer Bruchs wird von den Kletterern nicht betreten. Sie ist Rückzugsgebiet für Reptilien und Amphibien. In manchen Frühjahren füllen sich große Bereiche der Bruchsohle mit Wasser aus dem benachbarten Steinbruch "Schlupkothen". Früher kamen dann Kreuzkröten und Erdkröten zum Laichen hierher.

Da in den letzten Jahren die Bruchsohle immer seltener und kürzer überschwemmt wird und das Wasser im porösen Gestein zu schnell versickert, blieben die Kreuzkröten neuerdings aus. Kletterer hatten deshalb die Idee, in der Bruchsohle Teiche anzulegen, um den Kröten wieder Laichgewässer zu bieten. In Absprache mit der Unteren Landschaftsbehörde haben sie im Spätherbst 2016 mehrere Teiche angelegt, die bereits im ersten Jahr von Molchen und Wasserinsekten angenommen wurden. Jetzt, im Frühjahr 2018, tummeln sich im  großen Teich auch Tausende Kaulquappen. Zwar konnten wir bisher nur die Larven von Erdkröten entdecken, aber langfristig werden sich dort sicher auch andere Arten einfinden.    

Eidechsen nutzen die Blockschutthalden am Fuß nicht bekletterter Felsen zum Sonnen. Durch regelmäßiges Freischneiden erhalten die Kletterer diesen Lebensraum für Reptilien.







Überflutete Bruchsohle im Frühjahr; Kreuzkröte; Schlingnatter; Freischneiden einer Blockschutthalde für Reptilien. (Fotos: Matthias Olschowy, Christian Fischer cc-by-sa 3.0, Sixta Görtz)