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360° Tour durch den Bochumer Bruch

Verhaltensregeln


für das Felsklettern im Bochumer Bruch

[Stand: 17.11.2005]

 

Die nachfolgenden Verhaltensregeln dienen dazu, das Felsklettern im Bochumer Bruch langfristig zu ermöglichen, indem die Auswirkungen auf die Natur auf ein Minimum reduziert werden. Jede Kletterin und jeder Kletterer sollte sich ihrer bzw. seiner Verantwortung bewusst sein und sich so verhalten, dass das Felsklettern und die langfristige natürliche Entwicklung des Bruches miteinander harmonieren. Insofern ist jeder Kletterer aufgerufen, auf die Einhaltung der Verhaltensregeln bei sich und anderen zu achten. Gleichzeitig stellen die nachfolgenden Regeln eine Benutzungsordnung für das Klettern im Bochumer Bruch dar.

 

Allgemeine Verhaltensregeln

  • Zugangsberechtigt zum Bochumer Bruch ist nur, wer sich zuvor beim Landesverband NRW des DAV e.V. (im Folgenden „DAV“ genannt) mit seinen persönlichen Daten angemeldet hat und – soweit vom DAV gefordert – die auf den Tag ausgestellte Eintrittskarte vorweisen kann.
  • Die Anmeldung erfolgt über eine Internet-Seite des DAV. Die Anmeldeliste lässt entsprechend einer mit der Unteren Landschaftsbehörde vereinbarten Kontingentierung nur eine bestimmte Anzahl von Anmeldeplätzen pro Tag zu, und zwar gemäß folgender Staffelung:
    Januar: 20  Juli:  50
    Februar: 20  August: 50
    März:  20  September: 50
    April:  30  Oktober: 40
    Mai:  40  November: 20
    Juni:  40  Dezember: 20
  • Wer sich anmeldet bzw. den Steinbruch betritt, erkennt zugleich diese Verhaltensregeln an (Hinweis: Eine Anmeldung auf der Internet-Homepage ist nur nach vorheriger Anerkennung der Verhaltensregeln möglich). Jeder Besucher hat sich an der Informationstafel im Eingangsbereich über besondere, aktuelle Verhaltensregeln zu informieren.
  • Der Steinbruch darf nur für das Felsklettern betreten werden, nicht für sonstige Erholungszwecke.
  • Nicht klettern dürfen Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, die keine Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten haben. Ferner dürfen Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht ohne Aufsicht eines Erziehungsberechtigten klettern. Ausgenommen hiervon sind DAV-Veranstaltungen.
  • Kommerzielle Veranstaltungen oder Nutzungen jeglicher Art sowie Veranstaltungen außerhalb des zugelassenen Kletterbetriebs sind im Steinbruch nicht zugelassen.
  • Soweit die Anreise nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt, ist jeder Kletterer gehalten, beim Parken die Straßenverkehrsordnung zu beachten bzw. ausgewiesene Parkflächen zu verwenden.
  • Die Umzäunung des Steinbruches darf nicht überstiegen werden.
  • Ein Steinbruch bietet nicht die Sicherheit einer künstlichen Kletteranlage. Der Bochumer Bruch hat – was die Festigkeit des Gesteins betrifft – vielmehr alpinen Charakter. Steinschlag ist nicht ausgeschlossen. Dessen muss sich jeder Felskletterer stets be-wusst sein. Durch das Betreten des Bochumer Bruchs versichert der Kletterer, dass er über grundlegende Kletter- und Sicherungskenntnisse und Einsicht in die Gefahren des Kletterns verfügt. Jeder Kletterer ist grundsätzlich für die eigene Sicherheit verantwortlich und klettert auf eigenes Risiko. An den Felswänden besteht Helmpflicht.
  • Jeder Kletterer hat auf andere Anwesende Rücksicht zu nehmen und durch sein Verhalten die Gefährdung anderer auszuschließen. Eltern haften für ihre Kinder.
  • Der Alpenverein hat bei der Generali-Versicherungs-AG eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die in bestimmtem Umfang Schadensersatzansprüche gegen den DAV oder dessen Beauftragte abdeckt, die auf einer Verletzung der gesetzlichen Verkehrssi-cherungspflicht beruhen (z.B. bei fehlerhaft angebrachten Sicherungsmitteln). Soweit Ersatzansprüche aus dieser Versicherung nicht bestehen, schließt der Landesverband NRW des DAV e.V. jegliche Haftung aus. Insoweit geht und klettert jeder Benutzer im Bochumer Bruch – wie im Gebirge – auf eigene Gefahr.

Verhalten beim Zustieg und im Umfeld der Felsen

  • Es dürfen nur die gekennzeichneten Wege (sächsische Markierung, Zeichen s.u.) und Zustiege benutzt werden. Keine Abkürzer!
  • Ein Aufenthalt und das Ablegen von Gegenständen (Rucksäcken, Klettermaterial) ist ausschließlich in den freigegebenen und entsprechend gekennzeichneten Bereichen erlaubt.
  • Für alle nicht explizit freigegebenen und entsprechend gekennzeichneten Flächen herrscht absolutes Betretungsverbot (sächsische Markierung, Zeichen s.u.).
  • Bäume, Sträucher oder sonstige Pflanzen dürfen nicht beschädigt, ausgerissen oder beseitigt werden.
  • Tiere dürfen nicht gefangen, getötet oder mutwillig beunruhigt werden. Unnötiger Lärm ist daher zu vermeiden.
  • Zur Verrichtung der Notdurft ist die auf dem Gelände befindliche Toilette zu benutzen.
  • Es sind selbstverständlich keinerlei Abfälle zu hinterlassen.
  • Das Entzünden offenen Feuers ist untersagt. Auch das Rauchen ist nicht gestattet.
  • Es ist nicht erlaubt, im Steinbruch zu zelten.

Verhalten am Fels beim Klettern

  • Bei der Belegung von Kletterrouten gilt das Gebot der Rücksichtnahme, das heißt, bei starker Frequentierung eines Sektors ist auf einen anderen auszuweichen. Routen sind nach der Durchsteigung zügig freizugeben.
  • Gruppen am Fels dürfen grundsätzlich eine Stärke von vier Personen nicht überschreiten.
  • Die vorhandenen Sicherungseinrichtungen dürfen nicht verändert werden (Beschädigte Sicherungsmittel bitte der Aufsicht bzw. der Arbeitsgruppe Bochumer Bruch des DAV melden).
  • Über Umlenkhaken bzw. -karabiner am Routenende darf nicht hinausgeklettert werden. Seile dürfen nicht von oben eingehängt werden, es sei denn es ist bei bestimmten Kletterrouten ausdrücklich zugelassen.
  • Griffe und Tritte dürfen weder neu angebracht, noch beseitigt oder verändert werden (Beschädigte oder lose Griffe/Tritte bitte der Aufsicht bzw. der DAV-Arbeitsgruppe Bochumer Bruch anzeigen).
  • Aufgrund der steinbruchtypischen Gefahren werden alle Kletterrouten durch eine spezielle DAV-Arbeitsgruppe eingerichtet. Das individuelle Erschließen von Neutouren ist nicht gestattet.
  • Jeder Kletterer ist verpflichtet, unbefugte Nutzungen des Bruches durch Dritte der Aufsicht bzw. der Arbeitsgruppe Bochumer Bruch unverzüglich zu melden, damit entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.